31. Mai 2016 Wolfgang Freye

Standortmarketingkampagne überflüssig DIE LINKE lehnt Finanzierung der Kampagne ab Gelder für andere Projekte notwendiger

Die Fraktion DIE LINKE im Regionalverband Ruhr (RVR) hält an ihrer Kritik an der geplanten Standortmarketingkampagne fest und hält sie in dieser Form für überflüssig. Die Fraktion hatte bereits bei den Beratungen zum Haushalt die Bereitstellung von Mitteln in Höhe von 450.000 Euro für die Vorbereitung einer Standortmarketingkampagne abgelehnt.

„Bis heute sind die Ziele und die Adressaten der von einigen Wirtschaftsförderern und vor allem der CDU-Fraktion gewollten Standortkampagne für das Ruhrgebiet unklar“, so Wolfgang Freye, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE im RVR. „Auch die jetzt vorliegende Vorlage für die kommende Sitzung des Wirtschaftsausschusses erhellt die Frage nicht, enthält sie doch im Wesentlichen eine Gegenüberstellung von Kampagnen aus anderen Bundesländern mit unterschiedlichen Ansätzen. Für die Kampagne den Großteil des Geldes aus der Rücklage entnehmen zu wollen, halten wir für einen schlechten Witz. Statt Imagekampagnen zu produzieren, sollte man das Geld des Verbandes lieber zur Erarbeitung von Strategien und Projekten zur Förderung des Zugangs von Langzeitarbeitslosen zum Arbeitsmarkt und zur Entwicklung Öffentlicher Beschäftigung nutzen, die man in Zusammenarbeit mit der wmr und den Mitgliedskommunen entwickelt. Damit würde man Imagegewinne erzielen, die für sich sprechen.“

Aus Untersuchungen zu den vergangenen Kampagnen ist bekannt, dass bunte Bilder ohnehin zu keinen Veränderungen in der Wahrnehmung der Region führen. Bis heute halten sich die Bilder vom Ruhrgebiet als eine durch Kohle und Stahl dominerte Industrieregion.

„Die gestern veröffentlichten Zahlen zur Steigerung der Neuansiedlung von ausländischen Investoren im Ruhrgebiet bestätigen unsere Sicht, dass die Grundlage für unternehmerische Entscheidungen eher Fakten wie Ansiedlungsbedingungen, vorhandenes Fachkräftepotential, Gewerbeflächen und deren logistische Anbindung sind. Auf diesen Gebieten sind die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Ruhr GmbH (wmr) und auch der RVR selbst ganz gut unterwegs“, so Wolfgang Freye abschließend.