8. Dezember 2016

Steag konsequent umbauen LINKE Steag braucht endlich ein Inlandskonzept mit Blick auf Erneuerbare Energien

Die Fraktion DIE LINKE im Regionalverband Ruhr (RVR) hält das jetzt bekannt gewordene Engagement der Steag GmbH zur Errichtung eines Geothermie-Kraftwerkes auf der Insel Java für ein weiteres klares Zeichen, dass die Steag entgegen jeder Beteuerung weiterhin ihr Auslandsgeschäft ausbaut. Das ist aus Sicht der Fraktionen DIE LINKE im RVR und im Rat der Stadt Essen ein Schritt in die falsche Richtung.

Wolfgang Freye, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE im RVR dazu: „Steag macht aktuell vor allem Schlagzeilen mit Investitionen im Ausland. Erst vor acht Tagen gibt das Unternehmen bekannt, dass sie mit dem australische Finanzdienstleister Macquarie eine gemeinsame Entwicklungs- und Investmentplattform gegründet haben, um die Aktivitäten in Südostasien zu verstärken. Nun erfährt man über die Zeitung von einem Projekt in Indonesien. Diese verstärkte strategische Ausrichtung des Unternehmens und seiner Tochtergesellschaften auf das Auslandsgeschäft steht im Widerspruch zu den Verpflichtungen der Steag transparent und zeitgleich in allen Räten über die angestrebte Firmenpolitik zu informieren.“

Es kann nicht im Interesse der Ruhrgebietskommunen sein, dass die Steag die mit der Übernahme durch die Kommunen eingegangenen Verpflichtungen scheinbar einfach ignoriert. Erklärtes Ziel der Kommunen war es, die Steag als regionalen Energieversorger aufzustellen.

Gabriele Giesecke, Fraktionsvorsitzender der Fraktion DIE LINKE im Essener Rat dazu: „Wir erwarten von der Steag klare Ansagen, wie die zukünftige Binnenstrategie des Unternehmens bei Minimierung des Auslandsgeschäftes aussehen soll. Der verstärkte Ausbau des Bereiches der Erneuerbaren Energien sollte dabei im Mittelpunkt stehen. So erwarten wir seitens der Firmenleitung und des Landes NRW Aussagen, wie man bspw. beim Ausbau der Fernwärmeschiene Rhein-Ruhr schneller vorankommen kann. Seit September liegen die Planfeststellungsunterlagen für die neue Fernwärmeschiene vom Bottroper Süden bis nach Duisburg bereits bei der Bezirksregierung Düsseldorf vor. Die Ausführungen im Finanzausschuss werden wir zum Anlass nehmen, um nachzufragen, wann endlich die Geschäftsführung der Steag mit den Räten der beteiligten Kommunen diese Ausrichtung der Firmenstrategie diskutiert. Außerdem werden wir  erneut fordern, dass der beschlossene Beirates bei der Steag endlich seine Arbeit aufnimmt.“