19. Juni 2015 Wolfgang Freye

Toller Erfolg für die ganze Region! Grüne Hauptstadt Europas 2017 ist für Essen aber auch eine Verpflichtung

Die Fraktion DIE LINKE im Regionalverband Ruhr (RVR) freut sich über den Erfolg der Stadt Essen bei der Bewerbung als Grüne Hauptstadt Europas 2017. Er ist das Ergebnis jahrelanger Arbeit und eine große Chance, vor allem aber auch eine Verpflichtung.

„Hut ab vor der Arbeit des Teams um die Essener Umweltdezernentin Simone Raskop, kann ich nur sagen,“ so Wolfgang Freye, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE im Regionalverband Ruhr (RVR). „Ohne ihre jahrelange hartnäckige Arbeit wäre das Ziel nicht erreicht worden. DIE LINKE im RVR hatte ursprünglich die Bewerbung der Region unterstützt. Das war rechtlich so nicht möglich. Umso erfreulicher ist es, dass nun die Stadt Essen den ,Zuschlag‘ erhalten hat. Und auch diesmal hat die Einbindung der Stadt in die Region, ins Ruhrgebiet und den RVR eine wichtige Rolle gespielt. Der vom RVR gebaute Rheinische Radweg und der vom RVR geplante Radschnellweg Ruhr werden in der Bewerbung als Beispiele für eine gelungen Politik des Wandels angeführt. Die Region sollte auch weiter zusammenrücken! Bottrop als ‚Innovation City‘ ist ohnehin ganz nah dran.“

DIE LINKE im RVR sieht in der erfolgreichen Bewerbung der Stadt Essen eine Chance für die ganze Region, insbesondere für Essen aber auch eine große Verpflichtung.

„Nach der Kulturhauptstadt 2010 wird der Titel für die ganze Region dazu beitragen, das Image einer überholten Industrieregion abzustreifen,“ so Wolfgang Freye weiter. „Anfang der 60er Jahre musste Willy Brandt noch den ,blauen Himmel über der Ruhr‘ fordern. Der Erfolg der Stadt Essen macht deutlich, wie viel sich seitdem geändert hat. Jetzt gilt es für Essen jedoch, die in der Bewerbung gesteckten Ziele auch zu erreichen. Ein Anteil des Öffentlichen Nahverkehrs am Verkehrsaufkommen von 25 % ist nur zu erreichen, wenn er ausgebaut wird und die Kürzungspläne am Leistungsangebot in Essen beerdigt werden. Das gleiche gilt für die Flächenpolitik der Stadt. Hier muss der Fokus auf die Entwicklung von Brachen gelegt werden, statt auf die Versiegelung neuer Flächen.“