15. Februar 2017

Thjnk wird mit Imagekampagne keine Probleme lösen DIE LINKE im RVR sieht das Konzept der Kampagne nach wir vor kritisch

Die Fraktion DIE LINKE im Regionalverband Ruhr (RVR) hält auch nach der Auswahl der namhaften Agentur „Thjnk“ an ihrer Kritik zur Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit einer Standortmarketingkampagne für das Ruhrgebiet fest. Aus Sicht der Fraktion sollten die 10 Mio. Euro in die Erarbeitung von Kooperationsprojekten zwischen den Kommunen fließen, bspw. um Strategien und Projekten zur Förderung des Zugangs von Langzeitarbeitslosen zum Arbeitsmarkt und zur Entwicklung Öffentlicher Beschäftigung zu entwickeln. Damit könnte man Imagegewinne erzielen, die für sich sprechen.

„Die Palette der Namen für die die Agentur Thjnk bereits tätig war, ist kein Garant dafür, dass auf der Grund der Kampagne mehr Investoren ins Ruhrgebiet kommen und damit mehr Arbeitsplätze entstehen,“ so Fatma Karacakurtoglu, Mitglied im Wirtschaftsausschuss des RVR für die Fraktion DIE LINKE. „Bereits die Umfrageergebnisse zur Außen- und Innenansicht auf das Ruhrgebiet im letzten Jahr in Vorbereitung auf die Kampagne haben deutlich gemacht, dass bei einer Unternehmensentscheidung Faktoren wie Verkehr, Bildung, die Vernetzung von Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft sowie die Lebensqualität im Vordergrund stehen und nicht bunte Bilder. Das sind die Fragestellungen, auf die das Ruhrgebiet Antworten finden muss.“

Die Fraktion DIE LINKE geht davon aus, dass das Kampagnenkonzept in der kommenden Sitzung des Wirtschaftsausschusses im März endlich der Öffentlichkeit vorgestellt wird, nachdem die Auswahl der Agentur hinter verschlossenen Türen stattgefunden hat.

Wolfgang Freye, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE im RVR. „Wir werden das Konzept der Agentur kritisch prüfen, insbesondere ob die von der Großen Koalition selbst angestrebte Mitfinanzierung der Kampagne durch Unternehmen oder die Einbindung des kreativen Potentials der Region umgesetzt werden. Die Zusammenarbeit von Thjnk mit der Essener TAS Emotional Marketing GmbH allein kann es nicht sein. Im Ausschuss werden wir auch nachfragen, wozu die Gelder im Detail verwendet werden und vor allem wie Erfolge messbar gemacht werden sollen. Das ist nämlich völlig unklar.“