8. Februar 2016

Freizeitgesellschaft Metropole Ruhr nicht scheitern lassen Masterplan zur Entwicklung der Revierparks und Freizeiteinrichtungen notwendig

Die Fraktion DIE LINKE im Regionalverband Ruhr (RVR) sieht die Verschmelzung der fünf Revierparks zur Freizeitgesellschaft Metropole Ruhr als eine Chance, die Revierparks für die Zukunft besser aufzustellen. In Dortmund hat der Rat inzwischen jedoch beschlossen, den Revierpark Wischlingen nicht in die neue Gesellschaft einbringen zu wollen. In Herne laufen die Diskussionen in die gleiche Richtung. Umso weniger kann DIE LINKE im RVR nachvollziehen, dass in der nächsten Sitzung des Wirtschaftsausschusses des RVR kein Tagesordnungspunkt zur Erörterung dieser Entwicklungen vorgesehen ist. Die Fraktion hat deshalb heute einen Antrag gestellt, den Punkt auf die Tagesordnung zu setzen.

Wolfgang Freye, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE im RVR: „Der RVR diskutiert den Vorschlag zur Bildung einer Holding für alle Freizeitgesellschaften seit 2013. Dass das Vorhaben jetzt, auf der Zielgeraden, zu scheitern droht, halten wir für katastrophal. Die Situation ist aber vom RVR nicht ganz unverschuldet. Wir haben immer gesagt, die Bildung einer Holding wird nur gelingen, wenn die Prozesse transparent sind und der Bedarf an Freizeitgesellschaften und Bädern in der Region abgeklärt wird. Aus diesem Grunde haben wir einen Masterplan bzw. ein Gesamtkonzept für die ,Bäderlandschaft Ruhr‘ gefordert. Das ist zwar beschlossen worden, die Erarbeitung hat die Regionaldirektorin mit Unterstützung der Großen Koalition jedoch hinter die Gründung der Holding geschoben. Das rächt sich nun.“

Fatma Karacakurtoglu, Mitglied im Wirtschaftsausschuss für die Fraktion DIE LINKE im RVR weiter. „In jedem Fall muss in den dafür vorgesehenen Fachgremien dringend darüber gesprochen werden, wie es weitergeht und wie die Bedenken der Kommunen vielleicht doch noch entkräftet werden können. Deshalb wollen wir eine Berichterstattung im Ausschuss.“

Die Fraktion DIE LINKE im RVR sieht es auch als Fehler an, dass die Diskussion um die Bildung der Holding sehr lange nur mit den Verwaltungen geführt wurde, nicht aber in den politischen Gremien. Dort ist sie viel zu spät hineingebracht worden.