31. März 2016

DIE LINKE begrüßt Weiterführung von Metropolradruhr Dauerhaftes Finanzierungssystem für Fahrrad-Leihsystem muss gefunden werden

Die Fraktion DIE LINKE im Regionalverband Ruhr (RVR) begrüßt die Verlängerung des Betreibervertrages mit der Firma nextbike. Das Zustandekommen des Vertrages in letzter Minute sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Lenkungskreis dringend eine dauerhafte Finanzierung des Systems finden muss. Der Lenkungskreis besteht aus Vertreterinnen und Vertretern der zehn beteiligten Städte, des VRR, des RVR sowie der Betreiberfirma nextbike.

Wolfgang Freye, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE im RVR: „Die aktuelle Situation, dass das Verleihsystem nicht ohne feste finanzielle Zuschüsse auskommt, hat DIE LINKE im RVR immer wieder thematisiert. Aus der Erfahrung der anderen Städte, die ein solches System betreiben, war zu erwarten, dass man ein solches Angebot nicht eigenwirtschaftlich betreiben kann. Umso erfreulicher ist es, dass nun die Universität Duisburg/Essen, die Folkwang Universität Essen und die Hochschule Ruhr-West in Mülheim/Bottrop zugesagt haben, einen Probebetrieb aufzunehmen. Wir befürchten allerdings, dass neue Partner, die Erhöhung der Werbeeinnahmen oder die Einbindung der kommunalen Verkehrsgesellschaften auf Dauer nicht zur Finanzierung ausreichen. Ohne feste Zuschüsse zu den Betriebskosten wird es schwierig, das Metropolradruhr auf sichere 'Räder' zu stellen.“

Die Fortsetzung und der Ausbau des Fahrradverleihsystems führt zur dringend notendigen Stärkung des Alltagsradverkehrs in den beteiligten Kommunen.

Die Fraktion DIE LINKE wird die Bemühungen des RVR, der Firma nextbike, der Kommunen und der weiteren Partner zum Erhalt des Systems Metropolradruhr positiv begleiten. Schließlich ist das System mit 240.000 Ausleihen im letzten Jahr fester Bestandteil des Konzeptes zur Steigerung des Radverkehrs im Ruhrgebiet.

„Auch das Land könnte etwas zur Sicherung der Finanzierung von Fahrradverleihsystemen tun, wenn es im Rahmen der Novelle des Gesetzes über den öffentlichen Personennahverkehr öffentliche Fahrradverleihsysteme mit aufnehmen würde“, so Wolfgang Freye abschließend. „Dadurch würden auch die Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung verbessert“.